Auf ein Wort…

Hallo,

das ganze Team von Pro Jugend e.V. hofft sehr, dass ihr und Sie gesund bleiben oder schnell wieder gesund werden. Auch wir passen gut auf einander auf und halten uns strikt an die Empfehlungen und Verordnungen, die uns allen auferlegt sind.

Wir sind begeistert und glücklich, wie sehr das ehrenamtliche Engagement in den Gemeinden sichtbar und spürbar wird und nun auch die verdiente Anerkennung der Öffentlichkeit erfährt. Ob Vereine, Nachbarn oder auch nur aktive junge Menschen, die überwiegende Mehrheit zeigt Solidarität und Verantwortungsbewusstsein! Das ist herrlich und kann nicht genug gewürdigt werden.

Auch wenn unsere Jugendtreffs geschlossen sind, unsere Freizeitangebote, das ein oder andere Projekt und das Ferienangebot in den Osterferien nun erstmal auf Eis gelegt sind, so nutzen wir die Zeit und bereiten uns auf eine Zeit nach Corona vor. Habt ihr Wünsche und Ideen? Dann lasst sie uns wissen 🙂

Wir befinden uns alle in einer anstrengenden, aber auch interessanten und spannenden Zeit. Wir entdecken die Zeit mit der Familie neu, entdecken uns selber vielleicht auch auf eine neue Weise. Wir haben viel Zeit für uns und beschäftigen uns wahrscheinlich mit vielen Dingen, die sonst der Alltag verschluckt. Eine intensive und erfahrungsreiche Zeit! Manch einen wird das überfordern, manch anderer entdeckt Kreativität in der Langeweile. Wie sind eure Erfahrungen bisher? Teilt sie mit uns!

Es sind schwierige Zeiten für die diversen Bereiche der Familien- und Jugendhilfe. KiTas, Schulen, OGS, Selbsthilfegruppen, selbst kirchliche Angebote und die Hilfe durch Großeltern fallen als Unterstützungssysteme weg. Ja auch Kindertagesstätten und Schulen stellen Schutzräume dar, die nicht nur den gewohnten Familienalltag gewährleisten, sondern für viele Kinder und Jugendliche unverzichtbare Räume für Bildung, Sozialkontakt und Orientierung darstellen. Die Freizeitangebote sind so gut wie nicht mehr existent, die Tagesstruktur für jeden einzelnen steht auf dem Kopf. Wir machen uns große Sorgen, dass die Belastungsgrenzen für Familien irgendwann erreicht und die Ressourcen der Familienstruktur ausgeschöpft sind. Die entlastenden Schutzsysteme wie Kitas, Schulen und Jugendarbeit sind (aus nachvollziehbaren Gründen) geschlossen oder stark eingeschränkt. Auch in anderen Bereichen der Sozialarbeit sind reale Dramen zu beobachten. Die Streetwork, die Wohnungslosenhilfe, die Sucht- und Drogenprävention, die Tafeln…viele Einrichtungen müssen in diesen Tagen schließen oder ihr Angebot auf ein Nötigstes zurückfahren. Wir dürfen diejenigen nicht aus dem Blick verlieren, für die diese Hilfesysteme existieren, gerade in diesen für alle schwierigen Tagen. Es scheint ein sehr schmaler Grat zu sein, zwischen den absolut notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung des Corona Virus und und der Aufrechterhaltung einer bedarfsgerechten Hilfsstruktur in der sozialen Arbeit. Auch hier muss eine Diskussion in Gang gesetzt werden. Berechtigter Weise stellen wir alle fest, welche Berufsgruppen uns zur Zeit den Alltag aufrecht erhalten. Natürlich sind es in erste Linie die Gesundheitspflege, die tapferen Verkäufer und Verkäuferinnen in den Supermärkten, die Postboten, die Notfalldienste aus dem Handwerk…Wer jedoch weitestgehend aus dem Fokus geriet, sind die Familien, die Jugendlichen und Kinder, die den Schutz und die Hilfe der Sozialhilfe und Sozialarbeit benötigen. Auch hier brauchen wir eine Auseinandersetzung über Visionen und Strategien, wie wir der aktuellen Lage entgegnen können. Auch hier müssen wir uns dringend Gedanken machen, wie wir die Jugendämter, die Beratungsstellen und die Träger stationärer Einrichtungen stützen und fördern. Der Großteil der Beschäftigten aus diesen Bereichen macht sich große Sorgen. Dabei geht es ihnen nicht um eine wirtschaftliche Existenz, sondern um ihr Klientel, um ihre jeweiligen Zielgruppen.  Lasst uns auch die Kinder und Jugendlichen und deren teils schwer belasteten Familien nicht aus dem Blick verlieren!

Das gesamte Team von Pro Jugend e.V. ist bestrebt, im Rahmen der vorgegebenen Möglichkeiten zu beraten, zu begleiten, zu unterstützen. Sofern ihr oder Sie den entsprechenden Bedarf verspüren, ruft an, schreibt uns über whattsapp…wir richten digitale Sprechstunden ein oder greifen auf das gute alte Festnetztelefon zurück. Wir denken uns gerade alternative Aktivitäten und Projekte aus, die keine öffentlichen Räume oder Gruppentreffen benötigen. Seid gespannt und haltet die Augen und Ohren offen!

Braucht ihr Inspiration zur Beschäftigung? Vielleicht einen Buchtipp? Erlebt ihr eine angespannte Zeit zu Hause? Braucht ihr vielleicht aber auch nur Informationen? Wir sind da, wie ihr es gewohnt seid!

Passt auf euch auf,

Herzlichste Grüße euer Team von Pro Jugend e.V.